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deutsche gesellschaft für kinder- und
jugendlichenpsychotherapie und familientherapie

Aktuell: Gesetzentwurf schafft qualifizierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ab – Interview mit Prof. Sulz

Neueste Informationen siehe auch rechte Spalte –>

Umfassende Informationen: KITAs schaden Kindern – bis 24 Monate

Besuchen Sie unsere Tagung Kinder brauchen keine KITA am Freitag, 23.2.18 in München

Die Entwicklungspsychologie weiß darum, dass ein KITA-Aufenthalt vor dem Alter von 24 Monaten Ihrem Kind schadet. Trotzdem stehen Mütter unter dem sozialen Druck der Politik, der Medien, der Arbeitgeber, der Kolleginnen und Freundinnen.

Wir sind ein Fachverband für approbierte Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen!

Die dgkjf will gemeinsam mit bestehenden Verbänden die Qualität der Patientenversorgung durch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erhalten.

Die dgkjf vertritt die Interessen der approbierten Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen und strebt eine weitere Verbesserung der psychischen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien an.

dgkjf-Stellungnahme zum Arbeitsentwurf Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz vom 25.7.2017

 

Dieses Gesetz ist der größte Gesundheits-Skandal der letzten 10 Jahre

Wir fordern: Optimale statt maximale Reform des Psychotherapeutengesetzes

Das BMG will maximale Änderungen, genauer gesagt, es soll nichts mehr vom Psychotherapeutengesetz von 1999 übrig bleiben.

Dieses hatte eine drei- bis fünfjährige postgraduierte Psychotherapie-Ausbildung an privaten und universitären Instituten eingeführt (nach Abschluss eines Hochschulstudiums),

  • dessen Kosten jeder Ausbildungsteilnehmer selbst bezahlt (etwa 20.000 Euro)
  • bei dem die Krankenkassen Honorare für die Ausbildungstherapien zahlen (etwa 30.000 Euro), womit die Ausbildungskosten gegenfinanziert sind
  • bei dem ein Jahr lang ganztags eine praktische Tätigkeit in einer psychiatrischen Klinik abzuleisten ist, ohne dass die Bezahlung dieser Tätigkeit gesetzlich geregelt ist
  • dessen Qualität mittels eines vom BMG in Auftrag gegebenen Forschungsgutachtens geprüft und für gut befunden wurde
  • das erstmals in der deutschen Geschichte eine qualifizierte psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Gang setzte – durch die Einrichtung eines spezialisierten Ausbildungsgangs mit eigener Approbation in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
  • das auf diese Weise das Primat ambulanter psychotherapeutischer Versorgung gegenüber stationärer Behandlung förderte.

All das wird abgeschafft und stattdessen eine insgesamt zehnjährige Aus- und Weiterbildung angestrebt,

  • mit einem fünfjährigen hochtheoretischen Universitätsstudium der Psychotherapie
  • bei dem die Studenten noch keine Behandlungskompetenz erwerben
  • und trotzdem am Studienende Approbation erhalten sollen
  • und natürlich gleich nach der Approbation ohne Kompetenz und was genau so schlimm ist, ohne Selbsterfahrung auf psychisch kranke Menschen losgelassen werden

 

  • und mit einer ebenfalls fünfjährigen noch in keiner Weise praktikablen Weiterbildung
  • während der eine Ganztagsanstellung mit tariflicher Bezahlung in Klinik, Ambulanz oder Praxis erfolgen soll
  • während der kostenlos die theoretischen Kenntnisse vervollständigt werden sollen (etwa 400 Stunden)
  • während der kostenlos Supervision für die durchgeführten Behandlungen erhalten werden
  • alles analog der ärztlichen Facharzt-Weiterbildung
  • sodass nach der Weiterbildung Facharztstatus erreicht wird mit allen dazu gehörenden Rechten

Den BMG-Reform-Architekten unterliefen typische Architektenfehler, die ein Traumhaus entwerfen:

  1. Ihr Entwurf wurde so teuer, dass er nicht bezahlbar ist.
  2. Statt einer Verbesserung führt er zu einer nicht zu verantwortenden Verschlechterung
  3. der Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
  4. der Versorgung psychisch kranker Erwachsener
  5. der Qualität der psychotherapeutischen Ausbildung

Die Kosten sind zu hoch und der Nutzen ist zu gering.

Also brauchen wir einen alternativen Gesetz-Entwurf, der

  1. nur so viel kostet, wie es der Änderungsnotwendigkeit entspricht
  2. die Qualität der Patienten-Versorgung und der Psychotherapie-Ausbildung bewahrt

Und das ist die duale Ausbildung. Dual meint zuerst ein vierjähriges Studium

  1. der Psychologie für die Erwachsenen-Psychotherapie
  2. der Pädagogik, Sozialpädagogik oder Psychologie für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

und danach eine drei bis fünfjährige postgraduierte Psychotherapie-Ausbildung

  1. der Erwachsenen-Psychotherapie
  2. der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

mit je eigener Approbation nach erfolgreichem Abschluss dieser Ausbildung.

So kann eine optimale Reform aussehen –> Hier klicken